Rodenberg.
Die SG Rodenberg hat einen bedeutenden Umbruch vollzogen. Mit der Wahl von Insa Gruschwitz zur neuen Vorsitzenden beginnt ein neues Kapitel in dermehr als 130-jährigen Vereinsgeschichte: Erstmals steht eine Frau an der Spitze des fünftgrößten Sportvereins im Landkreis.
Gruschwitz, von Beruf Lehrerin, trat 2024 in den Vorstand ein und war zuletzt als stellvertretende Finanzvorständin tätig. Sie ist zudem sportlich aktiv in der Tennissparte. Trotz Knieverletzung stellte sie sich persönlich bei der Hauptversammlung vor. Dabei betonte sie, in „großen Fußstapfen“ zu treten, zugleich aber auf ein starkes Team bauen zu können und an der neuen Aufgabe wachsen zu wollen.
„Tausende Stunden“ für die SGR
Mit ihrem Amtsantritt endet die Ära von Torsten Meyer, der nach insgesamt 23 Jahren Vorstandsarbeit nicht erneut kandidierte. Meyer war in mehreren Funktionen tätig – vom zweiten Schriftführer über den Kassenwart bis hin zum Vorsitz, den er seit 2017 innehatte.
Schriftführer Sven Nieszeri würdigte dieses Engagement in einer ausführlichen Laudatio und erinnerte an zentrale Meilensteine wie die Einführung der zentralen Buchhaltung, die Übernahme der Tennishalle, den Umbau des Sportheims, das Projekt Klubtalent sowie zuletzt die neue Homepage. „Tausende Stunden, überwiegend in verantwortungsvoller Position“, fasste Nieszeri die Arbeit zusammen.

Neele Hettwer neue Pressesprecherin
Auch Pressesprecher Bastian Borchers, der die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins seit 2011 machte, trat nicht erneut an. Seine Nachfolge übernahm kurzfristig Neele Hettwer, die sich spontan dazu bereiterklärte. Ebenfalls neu gewählt wurde Myles Barabas als stellvertretender Vorstand Finanzen, wodurch die Führungsriege wieder vollständig besetzt ist.
Trotz seines Abschieds bleibt Meyer dem Verein verbunden und kündigte einen Stammtisch für ältere Mitglieder an. Dies sei ein Zeichen für den vollzogenen Generationswechsel und die weiterhin enge Bindung zur SG Rodenberg.
Ehrungen: Mannschaft des Jahres ist die 1. Herren Volleyball; Sportlerin des Jahres ist Maren Wolf; Sportler des Jahres ist Björn Wehrmacher. Für langjähriges Engagement wurden Marion Battermann (Turnen/Aerobic) und Fabian Golombek (Fußball) geehrt.
Für 50 Jahre im Verein wurden Jörg Frehe, Jens Hoffmann, Rita Maskus, Uda Reddig, Sandra Glitza, Ingeborg Heins, Marc Bauer, Karl-Heinz Schlüter und Michael Harmening ausgezeichnet. 60 Jahre sind Ingrid Stille und Renate Wernicke dabei. Auf 65 Jahre bringt es Siegfried Worbs und auf 75 Jahre Dieter Lotz.
SN